Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht bevormundet werden


Sie möchten regeln, wer Sie vertritt, wenn Sie es selbst nicht mehr können?

 

Sie wollen Ihren Angehörigen schwierige Entscheidungen abnehmen?

 

Sie möchten selbst bestimmen, was nach Ihrem Tod geschehen soll?

Wir sichern Ihre Selbstbestimmung!



 

Welche Dokumente brauchen Sie?

  • Der Vorsorgeauftrag regelt, wer für Sie zuständig sein soll, wenn Sie nicht mehr urteilsfähig sind.
  • In der Patientenverfügung halten Sie fest, welche medizinischen Massnahmen Sie möchten, und welche nicht.
  • Der Organspendeausweis gibt Auskunft, ob Sie mit einer Spende einverstanden sind.
  • Aus den Anordnungen für den Todesfall erfahren die Angehörigen, wie und wo Sie bestattet werden möchten.
  • Im Testament legen Sie fest, wem Sie was hinterlassen möchten.


 

Vorsorgeauftrag

 

«Wer betreut mich, und wer kümmert sich
um
meine finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten,
wenn ich eines Tages nicht mehr selber entscheiden kann?»

 

 

Mit Ihrer eigenen Regelung kommen Sie behördlichen Anordnungen zuvor

Mit einem Vorsorgeauftrag bestimmen Sie selbst, wer für Sie zuständig sein soll, falls Sie urteilsunfähig werden – zum Beispiel wegen einem Unfall oder einer Krankheit. Wenn Sie keinen solchen Auftrag aufsetzen, gilt das Gesetz: Es sieht vor, dass Sie durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) vertreten werden. Das ist nicht unbedingt das, was Sie und Ihre Angehörigen sich wünschen.

 

 

Eine Vollmacht reicht nicht

In einer Bank- oder Generalvollmacht können Sie zwar festschreiben, dass sie auch dann noch gelten soll, wenn Sie urteilsunfähig werden. Das ist im OR so vorgesehen (Art. 35 Abs. 1), Behörden und Banken anerkennen solche Vollmachten aber nur beschränkt oder gar nicht. Diese Unsicherheit können Sie mit einem Vorsorgeauftrag beheben. Darin legen Sie fest, wer Sie betreut, wer sich um die Verwaltung Ihres Vermögens kümmert und wer befugt ist, für Sie Rechtsgeschäfte abzuschliessen.

 

 

Bestandteile

Der Vorsorgeauftrag umfasst drei Teile: Ihre Personensorge, Ihre Vermögenssorge und Ihre Vertretung im Rechtsverkehr. Diese Teile kann man auf mehrere Personen aufteilen. So können zum Beispiel Angehörige für die Personensorge verantwortlich sein, während eine neutrale Fachperson (z.B. eine Treuhandgesellschaft) mit der Vermögenssorge und dem Rechtsverkehr beauftragt wird. Die Aufteilung verhindert Interessenkonflikte und ermöglicht eine gegenseitige Kontrolle.

 

 

Ihren Vorsorgeauftrag müssen Sie wie ein Testament von Hand schreiben, datieren und unterzeichnen. Ist das nicht mehr möglich oder ist der Vorsorgeauftrag zu umfangreich, muss er durch eine Urkundsperson öffentlich beurkundet werden.

 

 

Wichtig zu wissen: Ihr Vorsorgeauftrag entfaltet erst Wirkung, wenn Sie tatsächlich urteilsunfähig werden und die Urteilsunfähigkeit anhält.

 


 

Patientenverfügung

 

«Möchte ich alle lebensverlängernden Massnahmen ausschöpfen?
Wer soll für mich die notwendigen medizinischen Entscheidungen treffen?»

 

 

Wünsche und Anweisungen zu medizinischen Massnahmen für den Fall, dass Sie nicht mehr ansprechbar sind, halten Sie besser in einer separaten Patientenverfügung fest. Ohne eine solche Verfügung müssen die behandelnden Ärzte die Therapie wählen, die am ehesten dem Willen des Patienten entspricht. Damit es im Ernstfall zu keinem Rätselraten über Ihren Patientenwillen kommt, ist es wichtig, dass Sie eigene Antworten auf diese Fragen finden und diese schriftlich festhalten.

 

 

Alternativ können Sie in Ihrer Patientenverfügung auch eine Vertrauensperson einsetzen, die für Sie die notwendigen Entscheidungen treffen soll, wenn Sie diese aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selber treffen können. Wichtig ist, dass Sie Ihre diesbezüglichen Wünsche schon heute mit dieser Person besprechen.

 


 

Organspendeausweis

 

«Bin ich bereit, meine Organe zu spenden?»

 

 

Ihre Organe können Leben retten, wenn Ihr eigenes nicht mehr zu retten ist. Mit einem Spenderausweis nehmen Sie Ihren Angehörigen die Entscheidung für oder gegen eine Organentnahme ab. Diesen Ausweis tragen Sie am besten immer mit sich.

 

Ausweis online ausfüllen und ausdrucken: Swisstransplant

 


 

Anordnungen für den Todesfall

 

«Wie und wo möchte ich bestattet werden?
Möchte ich eine Abdankung, und wenn ja:
Wie soll sie gestaltet werden?»

 

 

Es ist für Ihre Hinterbliebenen hilfreich, wenn Sie Ihre Wünsche für die Beerdigung selber festhalten. Sogar den Text der Todesanzeige und die Inschrift auf dem Grabstein können Sie vorbereiten. Wertvoll sind ferner Ihr Lebenslauf und eine Liste der wichtigsten Adressen. Halten Sie auch fest, wo Dokumente wie Testament und Ehevertrag aufbewahrt sind.

 


 

Praktische Tipps: So bewahren Sie Ihre Vorsorgedokumente richtig auf

 

  • Wenn Sie urteilsunfähig werden, sollte die Erwachsenenschutzbehörde (KESB) rasch von Ihrem Vorsorgeauftrag erfahren. Darum geben Sie das Original Ihres Vorsorgeauftrags am besten dem Vorsorgebeauftragten zur  Aufbewahrung und eine Kopie davon an geeignete Angehörige.
  • Das Original der Patientenverfügung bewahren Sie zu Hause auf und geben je eine Kopie davon Ihrem Hausarzt, geeigneten Angehörigen und/oder einer neutralen Vertrauensperson. Auf der Versichertenkarte Ihrer Krankenkasse können Sie eintragen lassen, dass Sie eine Patientenverfügung aufgesetzt haben und wo sie hinterlegt ist.
  • Den Organspendeausweis sollten Sie bei sich tragen, zum Beispiel im Portemonnaie. Dort wird er im Notfall am schnellsten gefunden.
  • Ihre Anordnungen für den Todesfall sind bei Angehörigen, einer Vertrauensperson und/oder dem Willensvollstrecker am besten aufgehoben.

 

 

Sie möchten sicher sein, dass Ihre persönlichen Wünsche respektiert werden? Dann lohnt sich die fachmännische Beratung. Bei der Dr. Strebel, Dudli + Fröhlich Steuerberatung und Treuhand AG werden Sie gut beraten.